Satire oder fast echte Nachrichten


Donald Trump kennt die echten Namen

Donald Trump hat sich aktuell mit dem Apple-Chef zu einer Pressekonferenz getroffen und wie er halt so ist, wird der Apple-Chef nicht nur mit alternativen Fakten, sondern auch mit alternativen Nachnamen konfrontiert. Er muß es ja als unfehlbarer Präsident schließlich wissen, wie die Leute heißen, weil er ja alle amerikanischen Stammbücher auswendig kennt. Und zudem kann man sich die Originalnamen viel besser einprägen, zumal sie logisch sind. Das musste jetzt auch Tim Cook erfahren, dass er jetzt in Trumps Realität Tim Apple genannt wurde.

Ja Trump plant auch weitere Treffen mit Prominenten. Er will sich unter anderem auch mit Bill Windows treffen und auch Warren Catering soll einen Platz in seiner vortrefflichen Sammlung finden. Ebenso ist ein Treffen mit Michael Wal-Mart geplant, der hat aber wenig Zeit und kommt nicht weg, weil er an der Kette hängt. Nur mit Jeff Amazon kann er nicht so richtig, besonders jetzt, wo der sich von seiner Amazonenhälfte getrennt hat.

Auch mit Elon Tesla kann er nicht so recht auskommen, aber der versteht auch nichts von hervorragenden Deals und geht ohnehin bald in Konkurs. Richtig Stress hat er mit Arnold Terminator, den würde er am liebsten umhauen. Aber er könnte dabei den kürzeren ziehen und es reicht ihm schon, wenn er das auf der Toilette macht. Da werden sich anschließend nur die Washington Fake News freuen und wieder eine Lügengeschichte daraus basteln. Mit Versagern wie Steven Microsoft zum Beispiel hat er es auch nicht, das sind für ihn alles Dummschwätzer.

Und man kann sagen, dass Trump die Dinge gleich beim Namen nennt und nicht lange herumeiert, so wie seine ganzen unrühmlichen Vorgänger.Am besten versteht er sich noch mit Kim Rakete, weil dieser Staatsmann genau so abgehoben ist, wie er selbst und gerne auch mal einen ablässt. Reporter kommen bei Kim Rakete überhaupt nicht zu Wort.

10.03.2019

Zu wenig Lehrer? Die Bundesregierung plant jetzt eine Bildungsoffensive

Wie jetzt durch eine intensive Recherche bekannt geworden ist, gibt es in der Angelegenheit Lehrermangel in Deutschland erste Erfolge.
Die Bundesregierung eilt jetzt dem Problem über den sich anbahnenden Lehrermangel in den Schulen voraus. Zukünftig soll der Unterricht über eine "Teachers substitute App" durchgeführt werden, da die Schüler ohnehin den ganzen Tag das Smartphone vor dem Gesicht haben.
Hier werden sinnvollerweise nicht nur die Kosten für die Lehrer eingespart, auch müssen marode Schulgebäude nicht mehr instandgehalten und gereinigt werden. Versaute und beschmierte Toiletten gehören dann ebenso zur Vergangenheit, wie Reibereien aufgrund der sozialen Brennpunkte in den Schulen. Da sich Schüler untereinander ohnehin den ganzen Tag in den sozialen Netzwerken mobben, bekommt das die Schule nicht mehr mit und ist somit aus der Verantwortung.
Das Ziel der Bundesregierung ist: Genervte Lehrer war gestern, die Schule konzentriert sich auf den bundeseinheitlichen Unterricht mit der App. Streit schlichten ist dann Aufgabe der Eltern. Ob es für die Streitigkeiten noch eine Rechtsbeistands-App geben wird, muß noch geklärt werden.

Wie läuft das ganze in der Realität ab?

Die Schüler müssen sich täglich über einen Login anmelden, damit sie den Unterricht nicht schwänzen können. Ebenso gibt es eine Aufmerksamkeitsabfrage, indem der Schüler alle paar Minuten eine einfache Frage beantworten muss. Folgt der Schüler der Aufforderung nicht, wird sein Smartphone für alle Apps, außer der Teachers App, automatisch für 60 Minuten gesperrt.
Das Smartphone wird selbstverständlich von der Schule gestellt einschließlich aller Standard-Apps. Es wird einen bundesweit einheitlichen Lehrplan geben und die Hausaufgaben, die Klausuren und sämtliche Arbeiten werden einheitlich und neutral ausgewertet.

Die Noten werden von der Bundeszentrale für Schülernoten verwaltet. Ein Warnsystem warnt die Schüler frühzeitig über einen möglichen Leistungsabfall, der gleichzeitig dann einige der zusätzlichen Apps auf dem Schülersmartphone reglementiert durch Zeitsperren. Es wird auch überwacht, ob der Schüler unerlaubterweise ein weiteres Smartphone betreiben will. Neben dem Bundestrojaner soll es daher auch einen Schülertrojaner geben.
Die Lehrer werden dann zur Administration der Teachers App und für gemeinsame Absprachen untereinander benötigt. Elternabende sollen virtuell per Videokonferenz durchgeführt werden.
Ebenso werden Klassenfahrten für Schüler und Lehrer virtuell durchgeführt. Die sonst üblichen Querelen und Marotten der Schüler fallen gänzlich weg. Weitere Informationen werden noch bekannt gegeben, sobald die Kultusminister die Gesetzesvorlage beraten haben.

10.03.2019

Regeln für die Benutzung von Smartphones

Das reale Leben findet am Smartphone statt und hat immer Priorität. Deshalb sollten störende Personen in deiner Umgebung dich nicht belästigen, du bist ja schließlich in ständigem Kontakt mit deinen Likern und kannst diese nicht lange auf eine Antwort von dir warten lassen.
Frage bloß nicht um Erlaubnis über deine Aktivitäten und vermittle stattdessen den anwesenden Personen den Eindruck, dass das womit sie sich gerade beschäftigen, dich fürchterlich langweilt und es total unwichtig ist.

Du kannst das durch exzessives Rumdaddeln unterstreichen, besonders geeignet dafür sind Besprechungen und Vorträge, die einfach während deiner Anwesenheit abgehalten werden. Laute Telefonate und die Nutzung von Tastentönen sind wirkungsvolle Stimmungswechsel in langweiligen Sitzungen.
Im Kino kannst du durch die Einstellung eines hellen Bildschirms Leuten behilflich sein, die gerade ihr Smartphone in der Tasche suchen. Während dialogloser Sequenzen halte die aufmerksamen Kinobesucher mit deiner Musik bei Laune. Hiphop kommt immer gut.
Beim Autofahren, Radeln, Gehen: andere Verkehrsteilnehmer haben die Pflicht aufzupassen, damit du während deiner Multitaskingphase nicht mit störenden Situationen konfrontiert wirst. Wenn man bedenkt, wie viele Unfälle ohne Smartphone passieren, dann ist das unglaublich, was so alles in deiner Umgebung angestellt wird.

Deinen Klingelton solltest du nicht nur auf sehr laut stellen, der Ton macht auch die Musik für deine Umgebung und sollte signalisieren: Jetzt nicht stören, ich muß ans Handy und das liegt möglichst tief in der Tasche zum Schutz vor Diebstahl.
Selfies sind besonders wichtig und dafür wählt man während der rush-our einen zentralen Punkt zum Beispiel in der Fußgängerzone. Damit stehst du nicht im Weg, sondern im Mittelpunkt.
Deine Kommunikationskanäle sollten auch andere kennen und wer WhatsApp oder Facebook nicht kennt, hat die Welt verpennt. Solche Menschen kannst du getrost meiden. Bloß nicht wie eine Oma denen hinterhertelefonieren und sie zu etwas einladen. Die werden schon merken wenn sie raus sind.
Lasse es bei den unvermeidlich lästigen Telefonaten möglichst lange klingeln bis der AB oder eine Voicebox sich einschaltet. Wenn du erreichen willst, dass die Leute wieder vernünftig mit dir "sprechen" sollen, dann sage einfach nichts. Tippen geht vor Ohr abkauen. 

Du hast noch nette Fotos von Leuten, die du besonders gut leiden kannst? Nur zu, richtig kommentiert zeigen sie anderen Menschen auch, dass es noch andere Informationen gibt, die man nicht extra kommentieren muss und wenn doch, dann sollen sie für bessere Stimmung sorgen.
Freie Steckdosen gehören dir, andere sollen sich gefälligst rechtzeitig um alternative Stromquellen kümmern. Es gibt ja schließlich Powerakkus. In den Sommermonaten halte am Strand dein Smartphone etwas weiter vom Körper weg, damit du keinen Bauchschatten bekommst. Du siehst, es gibt eine Menge zu beachten um beachtet zu werden.   

06.03.2019  


Bin ich eigentlich smart?

Windeln mit Feuchtigkeitsmesser, die durch die Sensoren rechtzeitig über den Feuchtigkeitsgrad auf dem Smartphone informieren, sowas brauche ich nicht. Noch nicht, denn es kann ja sein, dass irgendwann diese Technik auch Einzug ins Seniorenheim nimmt, wenn ich dort als alter Mann verweile, zur besseren Unterscheidung vielleicht in gelb oder braun im Status der App.
Ob da noch eine Erweiterungsmöglichkeit für eine andere Zielgruppe besteht, entzieht sich meiner Kenntnis, also zum Beispiel für prämenstruelle Phasen oder andere Stimmungsschwankungen. Aber das soll mich erst mal nicht interessieren, weil es mich ja nicht betrifft.

So eine neue Smart Home Technik bedeutet, dass ich mir endlich mehr Zeit für das Smartphone nehmen kann, wenn ich überall Sensoren für das smarte Daheim verwende. Ich muss erst reagieren, wenn mich die Sensoren benachrichtigen. So habe ich alles im Blick auf dem Smartphone und mehr Zeit für das wesentliche im Leben, also für mich. Das will zumindest die Werbung mir einreden.
Aber das permanent gesenkte Haupt auf dem Smartphone bringt mich gleich wieder auf eine neue App. Den Knickwinkelsensor, der mich informiert, wenn mein Kopf zu sehr abgesenkt ist, was ja zudem bedeutet, dass ich eingeschlafen sein könnte.

Was mich vielleicht doch interessieren könnte, wäre ein Umgebungssensor, also wenn sich andere Menschen in meine Nähe wagen. Das wüsste ich gerne, dann brauche ich mich auch nicht dauernd umschauen, ob da jemand ist. Ich habe nämlich Reizdarm und den damit verbundenen Meteorismus. Und ich kann ja auch zurückhaltend sein, wenn mich eine App vorher warnt durch einen Ablenkungston, der soll dann aber kein adäquater Ersatz für den Meteorismus sein.

Diese Tracker am Arm, die Herzfrequenz und alles Mögliche messen, die finde ich nicht so spannend. Würden sie aber noch den Körpergeruch messen, also wenn ich mal wieder das Hemd oder die Unterhose wechseln muss, dann könnte ich noch mal drüber nachdenken. Aber wofür ist man denn verheiratet? Also doch überflüssig.
Und was könnte ich mir nicht alles im Kühlschrank vorstellen. Nicht nur eine ausgefeilte Bevorratungslogistik, nein vergammelte Lebensmittel melden sich, wenn sie nicht mehr genießbar sind. Vielleicht können die Sensoren ja auch "Likes" vergeben, was besonders lecker ist. Und wenn mir jemand meinen Lieblingsjogurt wegfrisst, will ich dann auch wissen! Aber den verstecke ich lieber in der hinteren Ecke hinter dem gesunden Gemüse und zwar ohne die Sensoren.

Diese Technik und die dazugehörigen Sensoren überall haben ja ihren Reiz, aber irgendwie kommt es mir so vor, als würden sie mir das Denken abnehmen. Das nehme ich doch lieber besser selbst in die Hand und im Ernstfall habe ich zum Glück ja noch meine Frau. Die hat viel bessere Sensoren als diese komische neue Smart home Technik. Und meine Frau meint, dass ich auch ohne Technik smart bin.

06.03.2019
           
Gute Autokorrektur

Eine gute Autopolitur im kläglichen Leben ist unversehrbar. Ich habe jetzt die passable Autopolitur gefunden und ich bin echt begehrt, was sie alles kanalisiert. Selbst die schwerwiegendsten Wörter konfiguriert sie ohne Problemzonen. Und das gutmütigste daran, man muss  gar nicht mehr hineinschaufeln und konzipieren, was man geschieden hat.

Selbst lethargische Menschen können so auf ihre Anmache vertrauen und sie ohne einen Klick per Mehl versenden. Eins isst aber schon kommerziell, denn ich bekomme seit ich die neue Autopolitur nutze, kaum noch Postsäcke. Das liegt vielleicht danach, weil sich die Leutseligen plötzlich alle verwunden, dass ich alles so pervers schreibe. Auf diese Weisheit bekomme ich wenigstens kein Pampersmehl mehr, was die dreisten Leute sehr verändert.
Müsstest du auch mal pilotieren, ist echt Kohl diese Autopolitur.

06.03.2019

Auch schon Rentner?

Ja toll, dann darfst du dich endlich wieder jung fühlen. Denke einfach mal an die Zeit, als du noch Jungspund warst. Da wurdest du ignoriert und hattest Angst vor der Zukunft. Ja und Geld ausgeben war auch Fehlanzeige. Das hatte natürlich jede Menge Vorteile, weil niemand von dir etwas erwartete und du weil du eh immer chronisch klamm warst.  Aber jetzt im Alter kannst du über alles herummotzen und wenn du Pfandflaschen sammeln gehst, dann schaut dich auch niemand komisch an.

Deine ehemaligen Arbeitskollegen kannst du jetzt auch ärgern, indem du sie ständig besuchen gehst und sie von der Arbeit abhältst. Und du kannst immer den Rasen mähen, Nachts oder in der Mittagspause, egal! Einkaufen natürlich auch, wenn alle anderen einkaufen. Und mit der Kassiererin flirtest du ausgiebig bei langen Schlangen an der Kasse und das obligatorische Teambuilding mit anderen Leidgenossen immer an neuralgischen Orten abhalten. Und Parkplätze belegst du immer mindestens zwei, für den besseren Ausstieg.  Mit anderen Worten: DU BIST FREI

06.03.2019